FDP-FRAKTION IM SÄCHSISCHEN LANDTAG
PRESSEMITTEILUNG
Zastrow: Problemen des Gesundheitssystems mit Taten statt Sonntagsreden begegnen(Dresden/19.03.2008) Medienberichten zufolge führt in Sachsen fehlender Nachwuchs bei Augenärzten und anderen Spezialisten bereits zu Wartezeiten von über vier Monaten. Betroffen ist vor allem der ländliche Raum. Hierzu erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, Holger Zastrow:”Der Ärztemangel ist bereits jetzt für viele Sachsen spürbar. Er wird zu einer immer größeren Gefahr für die Gesundheit der Bürger. Besonders im ländlichen Raum müssen die Sachsen immer weitere Wege und immer längere Wartezeiten bei Ärzten in Kauf nehmen.CDU-Sozialministerin Helma Orosz muss den Problemen des Gesundheitssystems in Sachsen endlich mit Taten begegnen statt nur mit Sonntagsreden. Für ein intaktes Gesundheitssystem zu sorgen ist eine der Hauptaufgaben der Politik. Im Umgang mit Kranken zeigt sich das soziale Gewissen einer Gesellschaft.Die Staatsregierung redet das Problem jedoch mit zweifelhaften Statistiken seit langer Zeit klein. Dabei ist seit Jahren bekannt, dass die immer älter werdende Bevölkerung auch immer mehr medizinische Leistungen in Anspruch nimmt. Auch das Problem des fehlenden Ärztenachwuchses ist nicht erst seit heute bekannt. Doch erst jetzt wird mit Notaktionen, beispielsweise wie dem Ärzteimport aus Österreich, versucht, das Problem zu lindern. Doch eine langfristige Lösung ist das nicht. Mehr Behandlungsfälle bei weniger Honorar und zugleich ein durch die CDU/SPD-Politik unattraktiver werdender ländlicher Raum bieten kaum noch Anreize für die Ansiedlung junge Mediziner. Einmalige Zuschüsse bei der Übernahme und Neugründung von Arztpraxen reichen nicht aus, um diese Nachteile auszugleichen. Die Staatsregierung muss endlich alle Fakten zur Situation der medizinischen Versorgung auf den Tisch legen. Zudem müssen CDU und SPD endlich ein Gesamtkonzept erarbeiten, wie sie wieder mehr junge Ärzte in die ländlichen Regionen Sachsens bringen will. Dazu gehören neben der auf Bundesebene zu klärenden Honorarfrage auch die Stärkung des Medizinstudiums und eine generelle Aufwertung des ländlichen Raums.”F.d.R.d.A.
Andreas Novak
Pressesprecher
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