Kirschau profiliert sich 2010 weiter als Standort für medizinische Versorgung. Im Ärztehaus Am Haag werden zwei neue Praxen eingerichtet. Welche – das steht noch nicht endgültig fest. „Erste Gespräche haben stattgefunden. Es gibt aber noch nichts Konkretes“, sagt Reiner E.Rogowski. Er ist Geschäftsführer der Oberlausitz-Kliniken, deren Tochterfirma das Ärztehaus gehört. Fest steht aber, dass die beiden leer stehenden Praxen im Obergeschoss sowie die Räume im Untergeschoss des Gebäudes renoviert werden. Die Arbeiten sollen im ersten Quartal 2010 beginnen.
Vorgesehen sind umfangreiche Malerarbeiten im Treppenhaus, der Einbau neuer Fenster, die Modernisierung der Heizungsanlage. Die Eingangstür wurde schon gewechselt. „In einem zweiten Schritt wird ein Aufzug außen an das Gebäude angebaut, damit auch gehbehinderte Patienten und Besucher alle drei Etagen problemlos erreichen“, kündigt Reiner E. Rogowski an.
Gegenwärtig befinden sich im Ärztehaus eine Physiotherapie, ein OP-Zentrum sowie eine Praxis für Allgemeinmedizin. Letztere wurde bisher von Dr.Wilfried Schulze betrieben. Er hört zum Jahresende auf und hat eine Nachfolgerin gefunden. Die Allgemeinärztin Dr.Daniela Schoch, die sich mit Naturheilverfahren, Manueller Medizin und Chirotherapie auskennt, übernimmt ab 4. Januar die Praxis.
Bürgermeister Sven Gabriel (FDP) ist „sehr froh darüber, dass die soziale Schiene im Ort weiter verstärkt und die Facharzt-Versorgung im Oberland verbessert“ wird. Kirschau biete sich durch seine zentrale Lage dafür an. „Es ist von allen Seiten gut erreichbar, auch per Bus.“ Er sieht die Angebote im Ärztehaus als gute Ergänzung zu den Praxen und anderen Einrichtungen im Vierseitenhof im Ortszentrum. Das Ansinnen der Oberlausitz-Kliniken, an der Hauptstraße ein beleuchtetes Hinweisschild zum Ärztehaus aufzustellen, will die Gemeinde auf jeden Fall ermöglichen.
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