von Katja Schäfer
Für Gesprächsstoff und Diskussionen sorgt die Kirschauer Kunstinitiative, seit sich Mike Salomon und seine Mitstreiter im Ort niedergelassen haben. Und das nimmt sicherlich noch zu, wenn jetzt in einer alten Textilfabrik ein Performance-Festival stattfindet, bei dem zum Beispiel 300 Papierflieger einen Raum füllen oder aus Kleidungsstücken ein Picknick-Teppich entsteht. Auch wenn – oder gerade weil – Vieles auf den ersten Blick verrückt oder gar befremdlich erscheinen mag, ist Aufgeschlossenheit angebracht. Wenn 70 Künstler aus zehn Ländern nach Kirschau kommen und Gäste aus Nah und Fern anlocken, sollte man das als Bereicherung sehen, nicht als Belastung. Wer partout nicht will, braucht ja nicht hinzugehen. Aber wer offen für Neues ist, sollte sich einen Besuch des Festivals nicht entgehen lassen. Überraschungen und ungewöhnliche Eindrücke sind garantiert. Und selbst der Besucher, der vielleicht feststellt, dass ihm die gezeigten Performances nicht gefallen, hat nachher genügend Gesprächsstoff. Und das ist auf jeden Fall ein Gewinn.