Die Stadt Schirgiswalde-Kirschau verkauft Flächen des ehemaligen Vegro-Grundstückes zwischen Friese- und Mönchswalder Straße an zwei Unternehmen. Das beschloss jetzt der Stadtrat. Die Firma Kirschauer Textil Dr.Münzberg &Sohn will ein 6700 Quadratmeter großes Grundstück erwerben. Ein Fläche von rund 6800 Quadratmetern soll an das Fenster- und Türenwerk Rösler aus Schirgiswalde gehen. Der Quadratmeterpreis ist jeweils auf acht Euro festgelegt.
Beide Unternehmen beabsichtigen, auf dem Gelände neue Hallen zu errichten. Die Kirschauer Textilfirma, die in der Nachbarschaft ansässig ist, will ihre Lagerflächen erweitern. Der Schirgiswalder Betrieb hat vor, in Kirschau die Produktion von Rollläden anzusiedeln.
2010 hat die damals noch selbständige Gemeinde Kirschau auf der Fläche Betriebsgebäude der Textilproduktion abreißen lassen, die seit vielen Jahren ungenutzt waren. Fördermittel dafür waren unter der Bedingung genehmigt worden, dass sich auf dem Gelände wieder Unternehmen ansiedeln. Gleise weichen Straße Sven Gabriel, einst Bürgermeister von Kirschau und jetzt bis zur Wahl eines neuen Bürgermeisters von Schirgiswalde-Kirschau als Amtsverweser tätig, ist begeistert davon, dass „in dem Moment, wo der Abriss erledigt ist, schon die Neubebauung erfolgt“. Die Kaufverträge sollen in den nächsten Wochen unterzeichnet werden. Die Planungen für den Hallenbau sind schon weit gediehen. „Ich freue mich, dass damit neue Arbeitsplätze entstehen“, sagt Gabriel. Um die Erschließung des Betriebsgeländes zu verbessern, hat der Stadtrat auch beschlossen, dass die Stadt das Gelände der einstigen Werksbahn kauft. Die schmale Fläche ist 2000 Quadratmeter groß. Die Stadt bekommt sie für einen Euro vom bisherigen Eigentümer, der Firma Tangerding Holding. Wo jetzt noch Gleise liegen, soll eine öffentliche Straße gebaut werden.