Sven Gabriel präsentiert glücklich ein Schreiben, auf dem diese Summe steht – den gerade in Kirschau eingetroffenen Zuwendungsbescheid über eine reichliche Million Euro Fördermittel. Bewilligt worden ist das Geld für die Wiederbelebung von Teilen des einstigen Vegro-Geländes. In einem ersten Abschnitt werden zwischen Mönchswalder und Friesestraße alte Fabrikhallen, ein Heizhaus mit Schornstein, Garagen und andere Gebäude abgerissen.
„Die Arbeiten beginnen voraussichtlich im Sommer 2010 und dauern bis zum Herbst“, sagt Sven Gabriel. Vorher soll es einen Termin geben, bei dem sich ehemalige Beschäftigte des Textilbetriebes und andere Interessenten auf dem Gelände umsehen können. „Der Heimatverein plant einen Rundgang“, kündigt der Bürgermeister an. Außerdem macht schon jetzt ein Fotograf Aufnahmen, um einen Bildband zu gestalten. – Reichlich 1,1Millionen Euro wird es kosten, die alten Gebäude zu beseitigen, Leitungen zu verlegen und die Fläche für die Nachnutzung vorzubereiten. 90Prozent der Summe sind Fördermittel. Auf dem Gelände sollen sich Industrie und Gewerbe ansiedeln. Konkrete Pläne gibt es schon. So will die benachbarte Firma Kirschauer Textil eine neue Lagerhalle bauen. „Mit anderen Investoren laufen die Gespräche sehr erfreulich“, berichtet Sven Gabriel.
Dem Abriss im Ortszentrum folgen weitere Bauabschnitte. Der Bürgermeister hat sie mit dem Wirtschaftsministerium bereits abgestimmt. Nächster Schritt wird der Bau einer neuen Straße zum Industriegebiet sein, voraussichtlich 2011. Sie zweigt gegenüber der Zufahrt nach Kleinpostwitz von der Wilthener Straße ab und verläuft parallel der Mönchswalder Straße. „Damit nehmen wir den Lkw-Verkehr aus dem Ort“, begründet Sven Gabriel. Den letzten Abschnitt stellt das Gelände hinter dem Verwaltungsgebäude der Firma Vegro-Textilproduktion an der Mönchswalder Straße dar. Bevor dort Altes abgerissen werden kann, müssen die Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Etwas Neues entsteht in dem Bereich dennoch schon im Frühjahr. Der in Kirschau wohnende Unternehmer Karl Dominick hat das einstige Weberei-Gebäude gekauft. In großen Behältern züchtet er dort künftig hochwertige Speisefische. Das Gewerbe hat er unter dem Namen Kirschauer Aqua-Kultur angemeldet.
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