Grundschüler sollen wieder in Crostau lernen

Crostauer Grundschüler sollen künftig wieder in ihrem Heimatort lernen können. Das ist zumindest der Wille der Bürgermeister von Crostau und Kirschau. Sie tragen sich mit dem Gedanken, in Crostau eine Außenstelle der Kirschauer Grundschule einzurichten. Dietmar Stampniok (parteilos) hat sich mit der Schließung der Crostauer Bildungseinrichtung vor sechs Jahren nie ganz abgefunden. Seitdem gehen die Schüler aus der Gemeinde in Kirschau zur Schule. Doch dort könnte es demnächst Platzprobleme geben.

Derzeit lernen im Haus sechs Klassen; eine vierte und eine dritte Klasse sowie zwei zweite und zwei erste Klassen. „Damit ist die Schule voll“, sagt Bürgermeister Sven Gabriel (FDP).

Kirschauer Haus ist voll

Im Hinblick darauf, dass es künftig acht Klassen geben könnte, ist eine Erweiterung nötig. „Aber warum sollen wir Geld dafür ausgeben, wenn in Crostau eine Schule bereit steht?“, fragt der Kirschauer Bürgermeister rhetorisch. Gemeinsam mit seinem Amtskollegen will er das Problem lösen. Dabei sind sich beide bewusst, dass in Sachsen die Schaffung von Schul-Außenstellen derzeit nicht gewollt ist.

„Wir könnten unseren Kindern lange Wege, Busfahrten und Wartezeiten ersparen“, kommentiert Dietmar Stampniok und verweist darauf, dass einige Mädchen und Jungen zwar in Kirschau lernen, aber den Hort in Crostau besuchen. Wie er sagt, gibt es in seiner Gemeinde in jedem Jahrgang 15 bis 20 Kinder, so dass eine komplette Klasse zusammen käme. Dass im ehemaligen Schulgebäude derzeit der Kindergarten untergebracht ist, sieht er nicht als Problem. „Die Bedingungen sind für ihn dort nicht optimal. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir einen modernen Flachbau für das Kinderhaus errichten“, so Dietmar Stampniok.

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