Kirschau verfolgt Fusionsabsicht jetzt zügig weiter

Auf reges Interessen sind die Einwohnerversammlungen in der Gemeinde Kirschau gestoßen, bei denen Bürgermeister und Ratsmitglieder über die geplante Vereinigung mit Crostau und Schirgiswalde informiert haben. In Kirschau nahmen rund 100 Leute daran teil, im Ortsteil Rodewitz um die 30. „Mein Fazit danach ist, dass wir weiter sehr zügig das Ziel einer Fusion verfolgen werden. Denn es war nicht erkennbar, dass die Mehrheit der Einwohner dagegen ist“, sagt Bürgermeister Sven Gabriel.

In den Versammlungen hätten sich lediglich einzelne Anwesende gegen den Zusammenschluss Kirschaus mit Crostau und Schirgiswalde ausgesprochen. In vielen Wortmeldungen sei vor allem Unverständnis über die Vorgehensweise zum Ausdruck gekommen, resümiert der Kirschauer Ex-Bürgermeister Dietmar Sußig. „Viele Leute denken, dass die Gemeinde schon alles klar gemacht hat, ohne vorher die Bürger einzubeziehen“, sagt der Rodewitzer. Und Sven Gabriel schätzt ein: „Ich denke, dass es gelungen ist, die Mehrheit davon zu überzeugen, dass das nicht so ist.“

Wie der Bürgermeister erklärt, erarbeitet ein gemeinsamer Ausschuss der drei Gemeinden derzeit einen Vertragsentwurf dafür, wie die Vereinigung im Detail aussehen könnte. „Sobald der Entwurf fertig ist, wird er in allen drei Orten öffentlich ausgelegt, sodass jeder Einsicht nehmen und seine Bedenken und Anregungen äußern kann“, betont Sven Gabriel. Voraussichtlich im Juli soll es so weit sein.

Wie der Zusammenschluss von Kirschau, Crostau und Schirgiswalde gestaltet wird, ist auch Thema bei der Sitzung des Gemeinschaftsausschusses am Mittwoch. Sie ist öffentlich, und interessierte Bürger sind dazu willkommen.

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