Wie weiter mit der Spreebrücke? Diese Frage bewegt Einwohner von Crostau-Callenberg und Schirgiswalde sehr. Nach der August-Flut musste die Brücke, über die Fußgänger und Radler von der Spreetal- zur Bautzener Straße gelangen, gesperrt werden. „Viele Bürger vermissen sie“, schreibt ein Schirgiswalder mit nicht entzifferbarer Unterschrift an die SZ. Sowohl Schirgiswalde als auch Crostau haben mehrfach beteuert, dass die Brücke wieder in Ordnung gebracht wird , aber bisher ist nichts passiert. Außerdem irritiert ein weiterer Fakt die Bürger: Die Besitzer des Grundstückes in Callenberg, über das der Weg zur Brücke führte, haben ihr Gelände in Ordnung gebracht. Nun fehle der Weg; stattdessen mahne ein Schild „Privatgrundstück – Betreten verboten“, berichtet der Schirgiswalder Briefschreiber.
Roswitha und Klaus Rentsch bestätigen: „Durch unser Grundstück gibt es keinen Weg mehr!“ Der Pfad habe von früher her über das Gelände geführt; ein Wegerecht sei aber nicht im Grundbuch eingetragen. „Der Weg war auch nie öffentlich gewidmet. Wenn was passiert, wären wir verantwortlich“, sagt Roswitha Rentsch. Jetzt machen sie und ihr Mann das Grundstück dicht. „Da kommt ein Zaun hin.“ Die Brücke, die ihrer Meinung nach schuld daran ist, dass ihr Grundstück so stark von der Flut betroffen war, weil sich daran Treibgut verfing und das Wasser zusätzlich staute, solle an einem geeigneteren Standort aufgebaut werden.
Um das Vorhaben kümmert sich Schirgiswalde; das wurde so abgesprochen, als Crostau und Schirgiswalde noch eigenständig waren. Seit Januar gehören sie zur Stadt Schirgiswalde-Kirschau. An dem Willen, die Brücke zu erneuern, hat sich dadurch nichts geändert. „Wir suchen nach einer guten Lösung für den Wiederaufbau“, sagt Amtsverweser Sven Gabriel (FDP). Weiterlesen »