FDP-FRAKTION IM SÄCHSISCHEN LANDTAGPRESSEMITTEILUNG
Herbst: Sächsisches Schulsystem muss bessere Aufstiegschancen bieten
(Dresden/27.03.2008) Mit dem Ende des Schuljahres 2006/07 haben für das Schuljahr 2007/08 lediglich 428 Schüler den Sprung von der Mittelschule auf ein Gymnasium geschafft. Demgegenüber haben 1.243 Schüler das Gymnasium in Richtung Mittelschule verlassen. Dies geht aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag (Drucksache 4/11277) hervor.Hierzu erklärt Torsten Herbst, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:”Dass nur knapp ein halbes Prozent aller Mittelschüler den Aufstieg auf das Gymnasium schafft, ist ein Beleg für die schlechte Durchlässigkeit des sächsischen Schulsystems. Von den immer wieder beschworenen Aufstiegsmöglichkeiten von der Mittelschule auf das Gymnasium bleibt in der Realität wenig übrig. Nur in die andere Richtung geht es sehr viel einfacher. Die Funktion der Klassen fünf und sechs als Orientierungsstufen wird in der Praxis nicht erfüllt. Durch den vorgezogenen Beginn der zweiten Fremdsprache ab Klasse sechs im Gymnasium wird ein Wechsel weiter erschwert. So haben im Jahr 2003 noch 1.433 Schüler den Weg von der Mittelschule auf das Gymnasium gefunden. Das waren dreimal mehr Schüler als in diesem Schuljahr. CDU und SPD müssen endlich den Weg für Schüler ebnen, die aufsteigen wollen. Neben der individuellen Förderung leistungsstarker Mittelschüler müssen auch die Angebote für eine zweite Fremdsprache ab Klassenstufe sechs an Mittelschulen ausgebaut werden. Jeder der es kann und der es will, soll auf ein Gymnasium wechseln können. Am sinnvollsten wäre es jedoch, alle Schüler bis Klasse sechs gemeinsam lernen zu lassen.”Die Kleine Anfrage “Schuljahreswiederholer und Schulwechsler” im Internet:
http://www.landtag.sachsen.de/slt_online/de/infothek/dokumente/viewer.aspx?dok_nr=11277&dok_art=Drs&leg_per=4&pos_dok=-1
F.d.R.d.A.
Andreas Novak
Pressesprecher
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