Schirgiswalder Faschingsumzug ist gerettet

29. January 2011 | Tags:
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Ein Faschingsumzug, der nur halb so lang ist wie sonst, dem schmissige Funkengarden, würdevolle Elferräte sowie viele  Wagen und Laufgruppen fehlen – dieses traurige Szenario wurde Ende letzten Jahres herauf beschworen. Um die 15 Karnevalclubs aus der Oberlausitz hatten verkündet, diesmal nicht beim bunten Spektakel in Schirgiswalde mit dabei zu sein. Doch jetzt können sowohl Organisatoren als auch Fans des närrischen Marsches aufatmen. „Der Faschingsumzug findet im gewohnten Umfang statt“, kündigt Andreas Thomas an, der als Kulturmanager von Schirgiswalde tätig ist und den Umzug mit organisiert. Anlass des Boykottes war die Verärgerung der Vereine darüber, dass „der Fasching in Schirgiswalde zunehmend kommerzialisiert“ werde. Das Unternehmen „Spreeschloss Schirgiswalde“ hatte geplant, den von ihm organisierten Party-Marathon im Festzelt von vier auf sechs Tage auszudehnen.

Viele Clubs haben zugesagt

Die Vereine, die die Faschingstradition mit enormen ehrenamtlichen Engagement hoch halten, fürchteten um ihre Gäste. Mit der Nichtteilnahme am Umzug brachten sie ihren Unmut darüber zum Ausdruck. Daraufhin sagte das Spreeschloss den am meisten umstrittenen Weiberfasching ab. Die Stadt als Umzugsveranstalter lud alle Karnevalclubs der Umgebung per Brief herzlich nach Schirgiswalde ein. Mit Erfolg. „Um die zehn Clubs haben bisher schon zugesagt, darunter Cunewalde und Bischofswerde“, berichtet Andreas Thomas. Und der Umzugsminister vom Schirgiswalder Faschingsclub (SFC), Bertram Wenke – bekannt als Meier –, sagt: „Wir sind sehr froh, dass die Entscheidung so gefallen ist.“ (more…)

Rodewitzer Erbgericht wird Vereinshaus

23. December 2010 | Tags: ,
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Barbara Schulze, die Vorsitzende des Rodewitzer Frauenvereins bringt es auf den Punkt: „Hätten wir jetzt nicht die Räume im Erbgericht bekommen, wäre das Vereinsleben in Rodewitz gestorben.“ Seit dem Hochwasser im August hatten die Frauen ebenso wie die Sportler, die Senioren und die Feuerwehrleute keinen Ort mehr, wo sie sich treffen konnten. Das kleine Vereinshaus und die Turnbaracke im Kirschauer Ortsteil Rodewitz waren durch die Flut unbenutzbar geworden. Lange diskutierten die Vereinsvorstände und der Ortschaftsrat, ob sich der Wiederaufbau überhaupt lohnt. Mit dem Gedanken, statt dessen künftig das Erbgericht zu nutzen, liebäugelten sie schon eine ganze Weile.  Schließlich steht die ehemalige Gaststätte mit dem großen Saal, die der Gemeinde gehört, schon seit fünf Jahren leer. Jegliche Verkaufsbemühungen blieben ohne Erfolg. „Wir haben uns dafür entschieden, dass Erbgericht zum Dorfgemeinschaftshaus umzugestalten“, berichtet der Kirschauer Bürgermeister Sven Gabriel (FDP). (more…)