Vegro-Brache weicht Firmen-Neubauten

Die Tage der ungenutzten Fabrikgebäude auf dem einstigen Vegro-Gelände in Kirschau sind gezählt. „Der Zeitplan für den Abriss steht“, sagt Bürgermeister Sven Gabriel (FDP). Dabei ist ihm die Freude darüber anzusehen, dass nach anderthalbjährigen Bemühungen endlich das Ende der Brache in Sicht ist. Am kommenden Montag schafft er den Fördermittelantrag nach Dresden, der zuvor bis ins Detail abgestimmt wurde.

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„Mit dem Zuwendungsbescheid rechnen wir im Dezember. Danach schreiben wir die Arbeiten sofort aus, um so schnell wie möglich mit dem Abriss beginnen zu können“, äußert Sven Gabriel. Die ersten Mauern fallen voraussichtlich im März 2010. Innerhalb von vier bis fünf Monaten werden im Bereich zwischen Mönchswalder und Friesestraße alle Fabrikhallen, Schuppen, Garagen und anderen Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Nur das als Werk IV bekannte Haus gegenüber des Baumaschinenzentrums Oberland bleibt erhalten. Die Kunstinitiative Kirschau will das architektonisch interessante Gebäude künftig nutzten. Der Abriss auf der 25000Quadratmeter großen Fläche kostet etwa 1,2Millionen Euro. 90Prozent davon sollen über Fördermittel finanziert werden. In der Summe sind auch die notwendigen Leitungsumverlegungen enthalten. „Für Strom existiert eine alte Ring-leitung. Früher hat sie den ganzen Bereich versorgt, jetzt hängen noch einige Kirschauer Firmen dran. Das muss alles neu geordnet werden“, beschreibt der Bürgermeister ein Problem von vielen. An einigen Stellen sind Altlasten zu entsorgen, zum Beispiel Asbestplatten.

Komplizierte Eigentums- und Nutzungsverhältnisse haben die Bemühungen um das Gelände erschwert. Mittlerweile gehört der Bereich, in dem bald der Abriss beginnen soll, der Gemeinde. Und die hat konkrete Zukunftspläne dafür. „Wir wollen das Gelände wirtschaftlich neu beleben, Platz schaffen für Firmenerweiterungen und Neuansiedelungen. Ein Bebauungsplan ist schon aufgestellt“, betont Sven Gabriel. Derzeit haben zwei Unternehmen Interesse daran, Flächen zu erwerben. Die Firma Kirschauer Textil will laut Geschäftsführer KlausMünzberg eine neue Lagerhalle bauen. Außerdem möchte sich ein Unternehmer, der schon im Landkreis tätig ist, mit einer neuen Firma ansiedeln.

Wenn zwischen Mönchswalder und Friesestraße die alten Gebäude verschwunden sind, macht die Gemeinde andernorts weiter. „Wir wollen nach und nach die anderen Brachen erwerben und dafür Lösungen finden“, sagt Sven Gabriel.

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