Vegro-Gebäude sollen abgerissen werden

Die Wiederbelebung des Vegro-Geländes und die Anpassung des Platzangebotes in Kinderkrippe, Kindergarten, Schule und Hort stehen in Kirschau bei den Vorhaben für 2009 an allererster Stelle. Das besagt die Prioritätenliste, die der Gemeinderat bestätigt hat. Auf zweiter Position kommen die Fortführung der Stadtsanierung sowie allgemeine Investitionen, zum Beispiel in die Ausstattung von Feuerwehr und Bauhof.

An dritter Stelle folgen Straßenbaumaßnahmen. Die Sonneberger Straße in Rodewitz sowie in Kirschau die Kantstraße und die Randsiedlung sollen erneuert werden.

„Auf gar keinen Fall werden wir Kredite aufnehmen. Wir planen den Etat für das kommende Jahr ohne Neuverschuldung“, betont Bürgermeister Sven Gabriel (FDP). Für die Wiederbelebung des im Gemeindeeigentum befindlichen Teils des ehemaligen Vegro-Geländes will Kirschau eine Million Euro ausgeben – unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde dafür eine 90-prozentige Förderung bekommt. Auf dem Areal, auf dem unter anderem ein Heizhaus steht, sollen alte Betriebsgebäude abgerissen und so Platz geschaffen werden für die Erweiterung ortsansässiger sowie die Ansiedelung weiterer Unternehmen. Einen Teil der Fläche will die Gemeinde an entsprechende Investoren verkaufen. „Wir gehen davon aus, dass die Ausschreibung der Leistungen im Sommer nächsten Jahres erfolgen kann und die Arbeiten im September beginnen“, sagt der Bürgermeister.

Steigende Betriebskosten

Außerdem stellt die Gemeinde in den 2009er Haushalt finanzielle Mittel ein für die Bedarfsanpassung bei den Schul-, Kita- und Hortplätzen. Bei den Planungen wird die Entwicklung von Kinderzahlen und Betreuungseinrichtungen in umliegenden Orten berücksichtigt. „Wir brauchen zwei Klassen- und zwei Hortzimmer mehr“, sagt Sven Gabriel. Allein durch die Aufnahme von mehr Kindern – 2008 wurden schon 22 Babys geboren – und steigende Betriebskosten rechnet Kirschau mit 90000Euro Mehrausgaben für die Betreuung.

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