Volkssolidarität freut sich über Domizil

wappen-kirschau.jpgFür den Vorstand der Kirschauer Volkssolidarität ist jetzt ein jahrelang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. „Wir haben endlich einen eigenen Raum“, freut sich Vorsitzende Constanze Hegenbart. Das Zimmer befindet sich im Gebäude am Badweg, in dem einst eine Behindertenwerkstatt untergebracht war. Jetzt nutzt der Kirschauer Karateverein das Erdgeschoss. Unterm Dach gibt es zwei Wohnungen und einen extra Raum mit großer Glasfront. Der „gehört“ jetzt der Volkssolidarität. Zwar bietet er nur Platz für acht bis zehn Personen, doch das genügt Constanze Hegenbart und ihrem Team völlig. Schließlich trifft sich dort nur der Vorstand, zum Beispiel um Veranstaltungen vorzubereiten. „Bisher musste das immer bei irgend jemandem zu Hause erfolgen. Das war sehr ungünstig“, sagt die Vorsitzende. Sämtliche Unterlagen stapelten sich in ihrer Wohnung. Künftig können Schriftverkehr, Akten, Chronik, Tischschmuck und ähnliche Dinge im Vorstandszimmer aufbewahrt werden.

Die Gemeinde Kirschau stellt den Raum mietfrei zur Verfügung, hat ihn mit Tischen und Stühlen ausgestattet. Schränke und ein Teppich wurden von den Nutzern selbst besorgt. Die Treffen aller Mitglieder finden nach wie vor im Speiseraum vom Verpflegungseck Wilke an der Friesestraße statt. „Für diese Möglichkeit sind wir dankbar. Es gibt keinen anderen Raum, in den so viele Leute hinein passen“, betont Constanze Hegenbart. Immerhin kommen zu den regelmäßigen Veranstaltungen zwischen 60 bis 70Senioren. Vorwiegend sind es Kirschauer, aber auch ehemalige Einwohner, die jetzt in anderen Orten leben, zum Beispiel in der Anlage für Betreutes Wohnen in Wilthen. – Die Zahl der Mitglieder ist weitaus höher, liegt bei 180. „Die, die nicht mehr raus können, werden von den Helfern der Volkssolidarität zu Hause besucht“, erklärt Constanze Hegenbart, die noch lange nicht im Rentenalter ist, aber die Ortsgruppe seit der Wende leitet. „Was wir machen ist eine Art soziale, aber auch kulturelle Betreuung“, kommentiert sie. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei zwei Euro im Monat. Neben informativen Vorträgen zum Beispiel von Ärzten, Rechtsanwälten oder der Polizei stehen etliche Feste auf dem Veranstaltungsplan, unter anderem zu Fasching und zu Weihnachten. „Auch auf die Frauentagsfeier legen die Mitglieder großen Wert“, erzählt die Vorsitzende. Kleine Wanderungen, Ausflüge und Dia-Vorträge runden das Programm ab. 2010 stehen zum ersten Mal Besuche eines klassischen Konzertes sowie des Bautzener Sommertheaters auf dem Plan.

Unterstützung vom Vorstand

„Allein könnte ich das nicht stemmen. Zum Glück habe ich einen sehr rührigen Vorstand an meiner Seite“, lobt Constanze Hegenbart. Über den eigenen Raum freuen sie und ihre Mitstreiter sich „wirklich riesig“. „Viele Jahre haben wir das immer wieder beantragt. Die Gemeinde war auch willig. Es gab mehrere Anläufe, aber nie hat’s geklappt. Nun ist endlich eine Lösung gefunden“, freut sich die engagierte Kirschauerin.

Tags:

Hinterlasse eine Antwort