Die beiden großen Investitionen, die sich Kirschau für dieses Jahr vorgenommen hat, beginnen beide mit A. Zum einen geht es um den Ausbau des neuen Dachgeschosses der Kindertagesstätte, zum anderen um den Abriss großer Teile der Industriebrache auf dem einstigen Vegro-Gelände. Um das Areal zwischen Mönchswalder und Friesestraße neu zu beleben, dort Industrie und Gewerbe anzusiedeln, will die Gemeinde dieses Jahr 1,1Millionen Euro ausgeben. Eine Förderung von 90Prozent ist bereits bewilligt. Alte Fabrikhallen, ein Heizhaus mit Schornstein, Garagen und andere Gebäude werden abgerissen, Leitungen umverlegt, Zufahrten verändert. Gegenwärtig läuft die Detailplanung, erfolgen Abstimmungen mit ansässigen und künftigen Nutzern. Bald beginnt die Ausschreibung der notwendigen Bauleistungen. „Ich hoffe, dass wir im Juni den Startschuss für den Abriss geben können und bis Jahresende mit dem Teil fertig sind, der Gemeindeeigentum ist“, sagt Bürgermeister Sven Gabriel.
Investieren will Kirschau außerdem in die Kita. Nachdem der Kindergarten und der Verbindungsbau zu Schule 2009 ein neues Dach bekommen haben, sollen jetzt die dadurch zusätzlich entstandenen Räume bezugsfertig gemacht werden. Fördermittel sind beantragt. „Mit der Entscheidung rechnen wir im Februar“, sagt der Bürgermeister. Ziel ist eigentlich, den Innenausbau aller fünf neuen Zimmer zu erledigen. Sollte das Geld dafür nicht reichen, kommen erstmal die drei Räume im Dach des Kindergartens dran, und die zwei Zimmer im Verbindungsbau folgen später.
Einfahrt soll geändert werden
„Zusätzlich wollen wir dieses Jahr die Fassade der Kita sanieren und dabei eine Wärmedämmung anbringen. Das ist sinnvoll, wenn einmal das Gerüst steht“, äußert der Bürgermeister. Beantragt ist auch noch Fördergeld für die Trockenlegung der Schule. „Obendrein erarbeiten wir ein Konzept, um die Zufahrt zu Schule und Kita und die Parkplatzsituation zu verbessern“, berichtet Sven Gabriel. Die Zufahrt zum Gelände zweigt in so spitzen Winkel von der Hauptstraße ab, dass Autos weit ausholen müssen und auf die Gegenfahrbahn geraten. Apropos Straßen: Auch dafür hat Kirschau Geld eingeplant. Die Kantstraße und die Randsiedlung sollen ausgebaut werden.
„Natürlich unterstützen wir auch wieder private Baumaßnahmen innerhalb der Stadtsanierung“, verspricht der Bürgermeister. Darüber hinaus kämpft die Gemeinde darum, dass die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Rodewitz in die Prioritätenliste des Landkreises eingeordnet wird. Fest geplant ist hingegen schon die Anschaffung von Computern für die Grundschule.
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